Globale Wettbewerbsfähigkeit als strategischer Rahmen für Resilienz
In einer Welt voller dynamischer Veränderungen und wachsender Herausforderungen, wie geopolitischen Spannungen, Unterbrechungen globaler Lieferketten oder wachsenden wirtschaftlichen Unsicherheiten, stehen Unternehmen tagtäglich vor der Aufgabe, nicht nur ihre Stabilität zu bewahren, sondern auch ihre Zukunft aktiv zu gestalten und stark auf Unternehmensresilienz zu setzen. Diese Vorbereitung umfasst weit mehr als die klassischen Maßnahmen – sie erfordert Kreativität, Anpassungsfähigkeit und das bewusste Nutzen der Ressourcen, die innerhalb der Unternehmen und Organisationen liegen.
Ob nun wirtschaftliche Turbulenzen, geopolitische Spannungen oder unerwartete Störungen – unser heutiges Umfeld verlangt gut durchdachtes strategisches Handeln und ein vorausschauendes Denken. Unternehmen sind nicht nur gefordert, ihre eigene Zukunft abzusichern, sondern auch als verantwortungsvolle Akteure in einem komplexen globalen Netzwerk zu agieren.
Ein der zentralen Faktoren der Unternehmens-Resilienz sind die Talente und Fähigkeiten der Mitarbeitenden. Sprachkenntnisse, technisches Know-how und interdisziplinäre Kompetenzen werden zu essenziellen und vielleicht auch überlebensnotwendigen Bausteinen, die über die reine Bewältigung von Krisen hinausgehen. Sie werden zur wertvollen Ressourcen! Sie ermöglichen Unternehmen, flexibel auf unerwartete Szenarien zu reagieren, sich auf internationale Märkte einzustellen und selbst in Zeiten der Unsicherheit weiter zu agieren.
Durch gezielte Maßnahmen im Risiko- und Krisenmanagement können nicht nur Störungen minimiert werden, sondern auch neue Chancen erkannt und sinnvoll genutzt werden. Die Fähigkeit, flexibel auf Unsicherheiten zu reagieren und dabei die Stärken der eigenen Belegschaft einzubinden, ist dabei sehr entscheidend und trägt zum Weiterbestehen der internationalen Wettbewerbsfähigkeit bei.
Die folgenden konzeptionellen Gedanken und Ansätze bieten eine Anregung für Unternehmen, die sich den Herausforderungen unserer Zeit stellen um dabei die eigene Widerstandskraft zu erhöhen und gleichzeitig Chancen aus Unsicherheiten zu schöpfen.
Sicherheit und Verantwortung gehen Hand in Hand, nicht nur um zu "überleben", sondern auch um zu wachsen und zu inspirieren.
Risiko- und Krisenmanagement sollten in keinem Fall nur eine "Randnotiz" in einem Unternehmen darstellen, sondern zum wichtigen Teil eines starken strategischen Herzens JEDES Unternehmens werden. Die jüngsten Krisen haben durchaus so einige Schwachstellen vieler Unternehmen aufgedeckt und auch die Pandemie hat uns allen gezeigt, wie verwundbar internationale Lieferketten und unsere Gesundheitssysteme sind.
Krisen sind keine Überraschungen – sie sind ein beständiger Teil unserer Realität. Die wahre Frage ist: Sind wir bereit, sie anzunehmen und uns darauf vorzubereiten? Die Antwort liegt in unseren Händen. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aktiv zu gestalten.
Auch in der Unternehmenswelt gilt: „Innovation muss nicht immer bedeuten, das Alte hinter sich zu lassen.“ Stattdessen liegt die Stärke oft darin, auf bewährte Grundlagen zurückzugreifen, sie fortschrittlich optimiert anzupassen und mit modernem Denken und Handeln zu kombinieren.
Schon darüber nachgedacht und Vieles davon schon umgesetzt?
• Hat Ihr Krisenmanagement schon verschiedenste Szenarien für mögliche anstehende Konflikte und geopolitische Spannungen bereits umfassend berücksichtigt und erweitert, inklusive hybrider Bedrohungen durch Desinformation und Cyberangriffe?
• Sind die vorhandenen Notfallpläne "nur" für Naturkatastrophen oder IT-Krisen entwickelt oder sind mögliche politische Konflikten schon ausreichend bedacht wurden?
• Sind Ihre Lieferketten schon ausreichend diversifiziert? Und sind neben den bereits gesammelten Erfahrungen durch die Corona-Pandemie auch die geopolitische Risiknen schon konkret einbezogen wurden?
• Sind Ihre internen Kommunikationssysteme bereits optimiert, robust und schnell? Eine klare und verlässliche interne Kommunikation kann den Unterschied zwischen Chaos und geordneter Reaktion ausmachen. Die Einführung eines zentralisierten Krisen-Informationssystems würde helfen, Mitarbeitende rechtzeitig zu informieren und Entscheidungen zu erleichtern.
• Sind Internationale Abhängigkeiten ausreichend kritisch betrachtet und bewertet wurden? Viele Unternehmen sind stark von internationalen Märkten abhängig, sei es durch Zulieferer oder Kundenbeziehungen. Es ist essenziell, eine umfassende Bewertung dieser Abhängigkeiten vorzunehmen und potenzielle Schwachstellen zu identifizieren.
• Ist die Sicherheit Ihrer Unternehmensdaten ausreichend priorisiert? Denn diese Daten sind das Herzstück moderner Unternehmen und somit auch ein Ziel für Cyberangriffe.
• Sind Flexibilität und Mobilität der MitarbeiterInnen ausreichend gefördert? In unsicheren Zeiten könnten plötzliche Standortwechsel oder Homeoffice-Lösungen zur Norm werden.
• Werden die globalen Krisentrends bereits ausreichend analysiert und antizipiert? Unternehmen sollten ihre Marktbeobachtung über wirtschaftliche Faktoren hinaus erweitern und geopolitische Entwicklungen sehr aktiv verfolgen.
• Sind die Gemeinschaft und die soziale Verantwortung ausreichend gestärkt? Unternehmen sollten über ihre eigenen Grenzen hinaus denken und sich auch stärker in ihre lokalen Gemeinschaften einbringen. Ob durch eine Unterstützung kommunaler Katastrophenschutzmaßnahmen oder die Förderung von Bildungsinitiativen. Diese Aktivitäten stärken nicht nur die lokale Resilienz, sondern auch das Vertrauen in Ihr Unternehmen.
• Ist die psychologische Resilienz Ihrer Führungskräfte ausreichend entwickelt? Die mentalen und emotionalen Fähigkeiten der Entscheidungsträger sind sehr entscheidend, wenn es darum geht, in Krisen klare und rationale Entscheidungen zu treffen. Unternehmen sollten hier gezielte Trainings anbieten, um die psychologische Widerstandsfähigkeit ihrer Führungskräfte zu stärken und sie noch besser auf mögliche anstehende starke "Drucksituationen" vorzubereiten.
• Ist eine Strategische Energieversorgung ausreichend sichergestellt? Konflikte können massive Auswirkungen auf die Energieversorgung haben.
• Sind Ihre Evakuierungspläne und Sicherheitsnetzwerke schon ausreichend entwickelt? Unternehmen mit internationalen Standorten oder Mitarbeitenden in Risikogebieten müssen Evakuierungspläne für den Ernstfall entwickeln. Diese Pläne sollten klare Verantwortlichkeiten, definierte sichere Orte und Kommunikationswege enthalten. Zudem können Partnerschaften mit Sicherheitsunternehmen oder NGOs helfen, auf solche Szenarien vorbereitet zu sein und schnell zu reagieren.
• Sind die Notfallfähigkeiten von Mitarbeitenden bereits ausreichend ausgebaut? Neben Mitarbeiterschutz und -schulungen sollte auch ein Fokus darauf gelegt werden, spezifische Notfallfähigkeiten bei Mitarbeitenden zu fördern. Dazu gehören beispielsweise Kenntnisse in Erster Hilfe, Grundkenntnisse im Umgang mit Krisenkommunikation oder die Fähigkeit, improvisierte Lösungen in Ausnahmesituationen zu finden. Der Aufbau solcher Kompetenzen steigert nicht nur die individuelle Sicherheit, sondern auch die Widerstandsfähigkeit des gesamten Unternehmens.
• Robuste finanzielle Planung und Liquiditätsreserven? Eine krisenhafte geopolitische Entwicklung kann unvorhergesehene Kosten verursachen, sei es durch Produktionsausfälle, steigende Rohstoffpreise oder Währungsinstabilitäten.
• Sicherung Ihres geistigen Eigentums - Alles erledigt? In unsicheren Zeiten steigt das Risiko, dass vertrauliches geistiges Eigentum (wie Patente, Innovationsdaten, Produktentwicklungen oder Geschäftsgeheimnisse) zum Ziel von Cyberangriffen oder Industriespionage werden.
• Kulturelle Sensibilisierung und Konfliktmanagement bereits ausreichend vorhanden? In Zeiten von Konflikten könnten Spannungen zwischen multinationalen Teams oder auch Standorten auftreten. Unternehmen sollten dabei sicherstellen, dass sie über Strukturen verfügen, um kulturelle Sensibilitäten zu adressieren, Konflikte hier frühzeitig zu erkennen.
• Nachhaltigkeitsstrategien überdenken! Ein Konflikt kann bestehende Abhängigkeiten von globalen Ressourcen drastisch verdeutlichen. Unternehmen könnten diese Gelegenheit nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsstrategien zu überprüfen und dabei stärker auf lokale Produktion, Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz zu setzen. Das stärkt nicht nur die eigene Resilienz, sondern erhöht auch die Unabhängigkeit in Krisensituationen.
• Ist die Kommunikation mit Kunden und Partnern schon ausreichend gestärkt? In Krisenzeiten ist eine klare und auch transparente Kommunikation sehr entscheidend, um das Vertrauen zu erhalten und auch eine mögliche Panik zu vermeiden. Unternehmen sollten hier Strategien entwickeln, wie sie in Konfliktsituationen mit Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt bleiben und glaubwürdige Informationen bereitstellen, um mögliche Unsicherheiten zu reduzieren.
• Innovationspotenziale in Krisen erkennen! Krisen schaffen häufig neue Anforderungen aber sie schaffen auch Chancen, vergessen Sie das bitte nicht. Unternehmen könnten nun überlegen, wie sie ihre Ressourcen flexibel einsetzen können, um auf veränderte Bedürfnisse zu reagieren, etwa durch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, die in einem krisenhaften Umfeld dann gefragt sind.
• Stärkung von lokalen Netzwerken und Partnerschaften! In Krisenzeiten haben regionale Netzwerke und Partnerschaften oft die größte Schlagkraft. Unternehmen könnten dabei stärker auf Kooperationen mit lokalen Behörden, Organisationen oder anderen Unternehmen setzen, um sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinschaftlich resilienter zu werden.
• Vorbereitung auf Unterbrechungen von Transportwegen! Unternehmen sollten frühzeitig Strategien entwickeln, um alternative Logistikrouten zu nutzen, etwa durch Kooperationen mit regionalen Transportunternehmen oder die Implementierung multimodaler Transportlösungen, die Luft-, See- und Landwege miteinander kombinieren.
• Sind Pläne für mögliche wirtschaftliche Rückschläge bereits ausreichend entwickelt? Unternehmen sollten umfangreiche Szenarien simulieren, wie sie bei einer Rezession Kosten senken, ihre Geschäftsmodelle anpassen und neue Einnahmequellen zügig erschließen könnten.
• Bevorratung von Ersatzteilen und Produktionsressourcen! Neben kritischen Ressourcen wie Medizin und Lebensmitteln sollten Unternehmen auch Vorräte für Ersatzteile und Produktionsmaterialien anlegen. Eine Unterbrechung von Lieferketten könnte schnell zu Produktionsstillstand führen, der durch gezielte Lagerung abgemildert werden kann.
• Stärkung der rechtlichen Verteidigung! In unsicheren Zeiten könnten auch die rechtlichen Risiken steigen, wie etwa Haftungsfragen oder Streitigkeiten mit Geschäftspartnern.
• Aufbau von Partnerschaften für gemeinsame Sicherheitslösungen! Unternehmen könnten Allianzen oder Partnerschaften eingehen, um gemeinsam Sicherheitslösungen zu entwickeln. Etwa in Form von regionalen Sicherheitsnetzen, gemeinsamen Lagerstätten oder Schutzkonzepten für kritische Infrastruktur.
• Zivilschutzübungen mit Mitarbeitenden und Partnern organisieren! Unternehmen können einen aktiven Beitrag zum Zivilschutz leisten, indem sie Notfallübungen in Zusammenarbeit mit Behörden und Organisationen wie z. B. dem Technischen Hilfswerk (THW) oder lokalen Katastrophenschutzstellen durchführen. Diese Übungen fördern nicht nur die Sicherheit am Standort, sondern binden das Unternehmen auch stärker in die regionale Sicherheitsinfrastruktur ein.
• Krisenhandbuch entwickeln und regelmäßig testen! Ein umfassendes Krisenhandbuch, das Notfallprotokolle für verschiedene Bedrohungsszenarien enthält, sollte in jedem Unternehmen vorhanden sein. Es sollte klare Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Entscheidungsprozesse definieren. Wichtig ist, dieses Handbuch nicht nur zu erstellen und dann im Schreibtisch "verschwinden" zu lassen, sondern es sollte auch regelmäßig anhand von Übungen und Tests aktualisiert und angepasst werden.
• Aufbau von Kommunikationskompetenz in Krisensituationen! Effektive Kommunikation ist in Notfällen entscheidend. Mitarbeitende sollten darin geschult werden, klar, schnell und zielgerichtet zu kommunizieren, sowohl untereinander als auch mit externen Partnern und Behörden.
• Umgang mit digitalen Tools und Krisensoftware! In der modernen Arbeitswelt sind digitale Tools für das Krisenmanagement essenziell. Mitarbeitende sollten hier umfassende Kenntnisse in der Anwendung von Software erlangen, die etwa Notfallkommunikation, Monitoring oder Koordination ermöglicht.
• Fähigkeiten zur Ressourcennutzung GEMEINSAM trainieren! Mitarbeitende und Führungskräfte könnten geschult werden, verfügbare Ressourcen im Unternehmen effizient zu nutzen – ob es sich um medizinische Vorräte, physische Räume oder digitale Netzwerke handelt.
• Grundlagen des Selbstschutzes trainieren! Die Fähigkeit, sich selbst und Andere in gefährlichen Situationen zu schützen, etwa durch Kenntnisse im Umgang mit Schutzausrüstung oder defensiven Verhaltensweisen, könnte in Krisensituationen einen entscheidenden Unterschied machen.
• Erste-Hilfe-Fähigkeiten ausbauen! Neben den grundlegenden Erste-Hilfe-Kenntnissen könnten Mitarbeitende auch gezielt in erweiterten Fähigkeiten wie der Wundversorgung, der Wiederbelebung und dem Umgang mit medizinischen Geräten wie Defibrillatoren geschult werden. Erweiterte Schulungen für Mitarbeitende in Erster Hilfe, inklusive Behandlung von Traumata oder Schockzuständen. Schaffung eines Zugang zu Fachleuten, die in der Traumabewältigung geschult sind, um die mentale Gesundheit der Mitarbeitenden/Führungskräften zu schützen. Ein Vorrat an Medikamenten zur Versorgung von Verletzungen oder anderen Gesundheitsproblemen im Krisenfall. Mitarbeitende sollten ermutigt werden, auch persönliche Notfallpläne für ihre Familien auszuarbeiten, um die eigene Sicherheit besser zu koordinieren.
• In vielen modernen Unternehmensgebäuden liegt der Fokus eher auf digitalen Technologien und Netzwerken als auf einfachen, aber effektiven Lösungen wie Notfallradios. Dies könnte jedoch eine Schwachstelle sein, besonders in Krisensituationen, in denen die digitale Infrastruktur, sei es durch Stromausfälle, Cyberangriffe oder andere Störungen, nicht mehr verfügbar ist. Notfallradios könnten in Sicherheitsräumen, an Empfangsbereichen oder bei Facility-Management-Stationen positioniert werden. Radios könnten Teil eines umfassenden Krisenplans sein und in Kombination mit anderen Notfalllösungen wie Funkgeräten verwendet werden. Schulungen zur Nutzung von Notfallradios könnten das Bewusstsein für ihre Bedeutung stärken und den Mitarbeitenden ein Gefühl von Sicherheit geben.
• Sprachkenntnisse sind essentiell! Eine interne Datenbank könnte die Sprachkenntnisse aller Mitarbeitenden erfassen, einschließlich ihres Niveaus (z. B. Grundkenntnisse, fließend, muttersprachlich, verhandlungssicher). Unternehmen könnten gezielt Teams mit Sprachkompetenzen bilden, die bei der Kommunikation in Krisenregionen oder bei diplomatischen Verhandlungen unterstützen können.
• Die Einrichtung von multifunktionalen Schutzräumen – nicht nur für den Schutz vor physischen Angriffen, sondern auch für den Erhalt der Geschäftskontinuität im Falle von Störungen. Diese Räume könnten als zentralisierte Krisenstellen dienen, die gleichzeitig digitale und physische Sicherheitslösungen vereinen.
• Sanitäreinrichtungen und Wasservorräte sind essenzielle Themen, die aber in Krisenvorbereitungen oft übersehen werden, aber von durchaus entscheidender Bedeutung sind, insbesondere in Extremsituationen.
Hier sind einige Überlegungen dazu:
- Unternehmen könnten tragbare Toiletten (z. B. Chemietoiletten) oder mobile Sanitäreinheiten als Notfalllösung bereithalten. Diese könnten dann vor allem bei einem Gebäudeausfall oder bei Evakuierungen eingesetzt werden.
- Hygiene-Kits für Mitarbeitende/Führungskräfte: Desinfektionsmittel, Seife, Einmalhandschuhe, Feuchttücher, Monatshygiene und Taschentücher. Solche Kits könnten auch in Schutzräumen vorgehalten werden, um hygienische Bedingungen zu sichern.
- Abwasserentsorgung in der Krise: Wenn die regulären Abwassersysteme ausfallen, könnten einfache Eimer-Toilettenlösungen mit chemischen Zusätzen genutzt werden, die Gerüche minimieren und die Entsorgung erleichtern.
- Aufklärung über hygienisches Verhalten: Mitarbeitende sollten geschult werden, wie sie in einem Notfall grundlegende Hygienemaßnahmen einhalten können, um Infektionen und Krankheiten vorzubeugen.
• Wasservorratsbeutel und Trinkwasser-Management
- Notwasservorräte anlegen: Unternehmen könnten trinkwassersichere Wasservorratsbeutel oder -kanister in Schutzräumen lagern. Diese Beutel sind leicht zu transportieren, platzsparend und können für längere Zeit hygienisch aufbewahrt werden.
- Wasservorräte müssen regelmäßig überprüft und bei Bedarf erneuert werden, um ihre Qualität sicherzustellen. Zusätzlich könnten Wasseraufbereitungstabletten oder tragbare Wasserfilter bereitgestellt werden.
- In Gebäuden oder Schutzbereichen könnten dezentrale Trinkwasserstationen installiert werden, die unabhängig von der Hauptwasserversorgung funktionieren z. B. Tanks oder Reservoirs.
- Unternehmen könnten einfache Lösungen wie Regenwasserauffangsysteme implementieren, die im Notfall genutzt und durch Filteranlagen gereinigt werden können.
• eine mögliche Wasseraufbereitung vor Ort:
- Unternehmen könnten kleine Wasseraufbereitungsanlagen oder -filter installieren, um im Notfall auch Regenwasser oder verschmutztes Wasser trinkbar zu machen. Solche Filter könnten auch als mobile Geräte bereitgestellt werden.
• Den Zugang zu sanitären Einrichtungen für alle gewährleisten: Unternehmen sollten auch sicherstellen, dass auch Mitarbeitende mit eingeschränkter Mobilität Zugang zu Notfall-Sanitärlösungen haben, etwa durch barrierefreie Toiletten oder leicht zugängliche Wasserstationen.
• Reserveversorgung bei längeren Ausfällen: Für längere Notfälle sollten Unternehmen eine Strategie entwickeln, um die Sanitärausstattung und Wasserreserven regelmäßig aufzufüllen z. B. durch Partnerschaften mit Lieferanten oder regionale Notfallnetzwerke.
• Abfallmanagement in Notfallsituationen: Der Umgang mit Abfällen in einer Krisensituation ist ebenso wichtig. Mobile Abfalllagerungs- oder -entsorgungssysteme könnten entwickelt werden, um die Hygiene aufrechtzuerhalten. Kompostierbare Abfalllösungen könnten ebenfalls in Betracht gezogen werden, insbesondere bei längeren Ausfallperioden.
• Kommunikation der Hygienemaßnahmen: Ein klarer und einfacher Hygieneplan sollte an alle Mitarbeitenden kommuniziert werden, damit jeder weiß, wie Sanitäreinrichtungen und Wasservorräte genutzt werden sollen. Dies hilft, Missverständnisse oder eine Übernutzung der Ressourcen zu vermeiden.
• Berücksichtigung von Familien der Mitarbeitenden: Für Unternehmen, die längerfristige Notfallpläne entwickeln, könnte es sinnvoll sein, Lösungen für die Familien der Mitarbeitenden mit einzubeziehen, wie zusätzliche Wasserpakete oder Hygieneartikel für den privaten Gebrauch.
• Notfall-Sanitärkonzepte testen: Unternehmen könnten regelmäßige Tests oder Simulationen durchführen, um sicherzustellen, dass die bereitgestellten Sanitäreinrichtungen und Wasservorräte in einem Krisenszenario tatsächlich effektiv funktionieren und ausreichen.
Ihre Vorteile?!
Selbst bei Krisensituationen können Mitarbeitende arbeitsfähig und sicher bleiben, wenn Wasser und Hygiene gewährleistet sind. Es ist ein schönes Gefühl, wenn die Mitarbeitenden wissen, dass Ihr Unternehmen auf mögliche Störungen gut vorbereitet ist. Das erhöht nicht nur die Gesamtresilienz, sondern auch die Loyalität und das Sicherheitsgefühl.
Häufig unentdeckte wertvolle Potenziale
Manche Unternehmen übersehen das enorme Potenzial, das in den Hobbys und Freizeitaktivitäten ihrer Mitarbeitenden steckt. Hier könnten wertvolle Fähigkeiten schlummern, die in Krisenzeiten oder bei besonderen Herausforderungen einen echten Unterschied machen können. Mitarbeitende könnten in ihrer Freizeit Fähigkeiten entwickeln, die in Notfällen dann nützlich sind, wie etwa Erste Hilfe, Bergsteigen, handwerkliches Geschick, Navigation oder Funkkommunikation. Mitarbeitende könnten über ihre Hobbys oder auch Vereinstätigkeiten vielleicht wertvolle Netzwerke aufgebaut haben, die im Krisenfall genutzt werden könnten (z. B. Kontakte zu Rettungsdiensten oder ehrenamtlichen Organisationen). Das Wissen um die vielseitigen Talente Ihrer Mitarbeitenden kann die Wertschätzung und das Gemeinschaftsgefühl im Unternehmen stärken. Mitarbeitende könnten vielleicht auch Projekte anstoßen, die ihre Freizeitfähigkeiten ins Unternehmen einbringen, etwa in Form von internen Kursen oder beim Aufbau von Notfall- und Sicherheitssystemen.
Mögliche Potenziale die hier unentdeckt "schlummern" könnten ...
- MitarbeiterInnen, die sich in Outdoor-Aktivitäten wie Camping, Orientierung (Praktische Fertigkeiten im Einsatz von Licht- oder Spiegelreflexionen zur Kommunikation in Notlagen), Survival-Training, Kletter- und Höhenkurse, Wassergewinnung, Wetter- und Klima, Astronomie- und Navigationstraining, improvisierter Energieversorgung oder Wildnisüberleben auskennen.
- Vielleicht gibt es auch Künste, Design und Storytellingfähigkeiten zu entdecken, die dann in der internen Kommunikation oder bei der Problemlösung wertvoll sein könnten.
- Vielleicht gibt es auch Mitarbeitende, die durch ihre Reisen oder andere private Interessen seltene Sprachen beherrschen oder Kurse zur interkulturellen Kommunikation belegt haben.
- Bastler, "Autoschrauber" und Technikenthusiasten könnten dann durch ihr handwerkliches oder technisches Geschick mögliche benötigte Lösungen entwickeln. Technik- und Reparaturkurse gehören zu ihrem Freizeitprogramm.
- Vielleicht arbeiten MitarbeiterInnen auch in ihrer Freizeit z. B. im Katastrophenschutz, bei der Feuerwehr oder im Rettungsdienst aktiv mitarbeiten.
- Vielleicht gibt es sogar einen FunkamateurIn in Ihrem Unternehmen oder Mitarbeiter die sich in ihrer Freizeit mit Krisensimulationen mit Virtual Reality (VR) beschäftigen.
- Vielleicht gibt es Mitarbeiter die in ihrer Freizeit aktiv Radsport betreiben oder als Fahrradkurrier unterwegs sind oder sogar einen Selbstverteidigungskurse absolviert haben
- Vielleicht sind aber auch MitarbeiterInnen dabei die gern Kochen und aus wenig vorhandenen Zutaten etwas sehr schmackhaftes "zaubern" können und sich jemand mit kreativer Krisenbewältigung durch Kunst auskennt.
- vielleicht haben MitarbeiterInnen in ihrer Freizeit an Cybersecurity-Workshops teilgenommen oder schon an einem Drohnentraining teilgenommen und sind dieszüglich sehr technikaffin
- Vielleicht gibt es auch schon jemand der sich mit der Nutzung von Crowd-Sourcing auskennt und hier Workshops bereits belegt hat.
- Vielleicht haben aber auch Mitarbeiter privat an Stressbewältigungs- und Resilienz-Workshops, Kursen zur Verhandlungstechnik, Workshops zur Konfliktlösung/bewältigung, Workshops zur psychologischen Ersten Hilfe oder Meditations- und Achtsamkeitsworkshops teilgenommen, was in Krisensituationen von großer Bedeutung sein kann.
- Vielleicht haben MitarbeiterInnen auch besondere Stenografie- oder Schreibfähigkeiten, an Kursen zur Selbstorganisation und Zeitmanagement, digitalen Krisenkommunikation oder Kursen zur Nutzung von KI, Blockchain, Robotik, Geodaten, Sensorik und IoT, Gamification und Automatisierung teilgenommen.
- Vielleicht ist auch in der Belegschaft jemand der sich mit Architektur auskennt und eine enorme Unterstützung dabei wäre in Krisensituationen temporäre Strukturen wie Unterkünfte oder Arbeitsräume mit aufzubauen.
Der Aufbau eines Kompetenz-Atlases könnte ein wertvolles Werkzeug darstellen, um in Krisensituationen schnell auf die richtigen und wertvollen Ressourcen der MitarbeiterInnen und Führungskräfte zuzugreifen.